Das Emblem der Wankumer Bruderschaft
Die Bruderschaft ist Mitglied im Wankumer Heimatbund. Auf einer Mitgliederversammlung des Heimatbundes im Jahr 2002 wurde beschlossen einen Gildenbaum auf dem Dorfplatz zu errichten. Alle Mitglieder sollten sich ein geeignetes Emblem aussuchen und beim Heimatbund einreichen.
Aus den Vorschlägen die beim Vorstand eingingen, wurde der von Franz Aengenendt ausgewählt. Das dann von Werner Spitz gezeichnete Emblem zeigt, wie sehr die seit 1968Vereinigten Wankumer Bruderschaften „St. Martini – gegründet 1532“ und „St. Johannes – gegründet 1632“ in Heimat, Natur und Gesellschaft eingebunden sind. Das alles überragende Symbol der Bruderschaften (das St. Sebastianus Kreuz) stellt stilisiert das Leiden des „Heiligen St. Sebastianus“ in seinem Martyrium dar. Im Emblem werden wir zum selbstlosen Leben und Handeln im Hier und Jetzt aufgefordert – getreu dem Wahlspruch der Bruderschaften „Für Glaube – Sitte – Heimat“.
Unsere Schutzpatrone zeigen, was zu tun ist: „St. Martin“ steigt von seinem Pferd herab, er nimmt mit „Johannes dem Täufer“ den „armen Mann“ in die Mitte, der geteilte Mantel zeugt bereits von der Hilfsbereitschaft.
Mit dem Anspruch: „Kommt - lasst uns alle Brüder sein!“ wird der Schwächste dieser Gruppe auf die gleiche Ebene gestellt – eine starke Gemeinschaft junger und alter Menschen hilft ihm aus seiner schweren Lebenssituation heraus. Der „arme Mann“ steht im Zentrum des Emblems, alle Anstrengung ist auf ihn zu richten.
Der offene Kreisbogen bindet die im Sinne Gottes handelnde Gruppe ein – sie befindet sich in absoluter Harmonie mit Heimat und Natur. Die Vollkommenheit des Emblems spiegelt sich wider in der Zahl 5 – als Zeichen der Wundmale Jesu nach seiner Kreuzigung. Die Lilie, Königin der Blumen, symbolisiert das Wankumer Wappen. Die Lilie ist mit 5 Blüten dargestellt, einige Blüten zeigen sich noch im Knospenstadium – wir sehen unsere Heimat also im Stadium des Aufblühens.
5 Tiere bereichern die Gruppe der Menschen. Das Pferd des „St. Martin“ zeigt den unermüdlichen Helfer des Menschen, der Hund des „armen Mannes“ gilt als treuer Freund und das „Heilige Lamm“ des „St. Johannes“ gibt dem Menschen die nötige Sanftheit und Wärme. Der Schmetterling bezeugt mit seiner Schönheit die Attraktivität der Natur und unserer Heimat. Wir leben jedoch nicht fixiert auf unseren Heimatort – die Nachtigall auf der alten Eiche singt lustig von der Freiheit und zeigt, dass wir auch über unsere nahe Umgebung hinaus denken und handeln müssen.
Diese Ausführungen wurden von unserem Schriftführer Werner Spitz zu Papier gebracht.
Die graphische Gestaltung wurde von der Firma Büren in Wachtendonk vorgenommen.
(Auszug aus der Bruderschafts-Chronik, M.Trienekens)

